Katze an die Transportbox gewöhnen
Eine Box, die im Keller steht und zweimal im Jahr herauskommt, bedeutet für eine Katze nur eins: Gleich passiert etwas Unangenehmes. Der Ausweg ist langweilige Wiederholung. Lass die Box herumstehen, lass Gutes darin passieren und übe nie am Morgen eines Termins. Zwei Wochen mit Einheiten von fünf Minuten drehen meist das ganze Bild.
Wähle eine Box, die dir hilft
Eine Hartschalenbox, die sich oben öffnen und deren Oberteil sich abschrauben lässt, ist ihr Geld wert. Du kannst die Katze hineinsetzen, statt sie durch eine kleine Tür zu schieben, und beim Tierarzt wird die Unterschale zum vertrauten Bett auf dem Tisch. Weiche Taschen sind schwer zu reinigen, und eine verängstigte Katze bekommt man kaum heraus.
Lass sie zum Möbelstück werden
Nimm die Tür ab oder binde sie offen, leg eine Decke hinein, die nach Zuhause riecht, und stell die Box in einen Raum, in dem deine Katze ohnehin viel Zeit verbringt. Nicht in den Flur, nicht in den Keller. In den ersten Tagen machst du sonst gar nichts. Das Ziel ist, dass deine Katze ohne einen Gedanken daran vorbeiläuft.
Lass Gutes darin passieren
- Über mehrere Tage ein Leckerli neben die Box legen, dann auf die Schwelle, dann knapp hinein.
- Eine Mahlzeit am Tag daneben füttern, dann auf der offenen Tür, dann ganz hinten.
- Die liebste Schlafdecke hineinlegen und deine Katze dort schlafen lassen, ohne Aufhebens darum zu machen.
- So spielen, dass das Spielzeug in der Box landet und deine Katze hinterherflitzt.
- In diesen Tagen nie die Tür schließen und deine Katze nie hineinrufen.
Erst die Tür, dann das Anheben
Wenn deine Katze drinnen frisst und schläft, schließ die Tür für zwei Sekunden, während sie kaut, und öffne wieder. Dann fünf Sekunden, dann zwanzig. Erstarrt sie, stiert sie oder will sie hinaus, warst du zu schnell. Geh einen Schritt zurück und bleib dort ein, zwei Tage. Danach hebst du die Box ein paar Zentimeter an, trägst sie durch den Raum und machst eine kurze Runde über den Flur.
Die erste Autofahrt
Übe eine Autofahrt, die nirgendwohin führt: Box auf den Rücksitz, angeschnallt, Motor an, nach zwei Minuten wieder hinein. Dann einmal um den Block. Ein Handtuch über der Box beruhigt die meisten Katzen, und eine rutschfeste Matte darin verhindert das Rutschen, das sie erschreckt. Manche Katzen fahren besser bei geschlossenem Fenster und leisem Radio.
Am Tag des Termins
Jag deine Katze nicht durch die Wohnung. Schließ vorher einen Raum ab, in dem die Box schon steht, damit das Einfangen kurz bleibt. Nimm die vertraute Decke mit und frag in der Praxis, ob deine Katze in der Unterschale der Box auf dem Tisch bleiben darf. Viele Tierärzte finden das besser, weil eine Katze in vertrauter Umgebung leichter zu untersuchen ist.
Wenn deine Katze schon Panik hat
Fang kleiner und langsamer an: nur die Unterschale ohne Oberteil, zwei Wochen lang nur Leckerli daneben, gar keine Tür. Frag deinen Tierarzt nach beruhigenden Möglichkeiten für den Termin selbst und nach einem Übungsbesuch, bei dem nichts passiert außer einem Leckerli auf dem Tresen. Bestraf nie eine Katze, die sich versteckt. Aus ihrer Sicht ist Verstecken die vernünftige Entscheidung.
FAQ
Wie lange dauert die Gewöhnung?
Bei einer entspannten Katze etwa zwei Wochen mit Einheiten von fünf Minuten. Bei einer Katze mit schlechten Erinnerungen an die Box vier bis acht Wochen, und das Tempo bestimmt die Katze, nicht der Kalender.
Was mache ich, wenn ich morgen fahren muss?
Dann lass das Training weg und halte es so kurz wie möglich: einen Raum mit der Box darin schließen, eine oben zu öffnende Box nehmen, ein Handtuch darüberlegen und eine Decke mitnehmen, die nach Zuhause riecht. Mit dem richtigen Üben fängst du nach der Fahrt an, nicht davor.